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Schönheit

3 Inhaltsstoffe, auf die man bei Kosmetikprodukten verzichten sollte

19 März 2019

In diesem Artikel:

Die Seifen, Lotionen und Make-up-Produkte die täglich benutzt werden, haben einen großen Einfluss auf den Anwender. Da diese Artikel in direkten Kontakt mit der Haut kommen, können sie größere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen, als so mancher vielleicht ahnt.

Einige Kosmetikprodukte bringen den Anwender womöglich in Berührung mit gefährlichen Chemikalien oder haben negative Folgen für die Haut. Ohne ausgiebige Recherche kann es sehr schwer sein, herauszufinden, ob ein bestimmtes Produkt unbedenklich ist oder nicht. Selbst wenn ein Produkt natürlich und vollwertig aussieht, kann es schädliche Chemikalien enthalten. Beim Einkauf von Kosmetikprodukten ist es wichtig, sicherzugehen, dass die gewählten Produkte keine dieser problematischen Inhaltsstoffe beinhalten.

Bedenkliche Giftstoffe

Der wohl beunruhigendste Aspekt an der Nutzung von Kosmetikprodukten ist das potenzielle Risiko, mit gefährlichen Giftstoffen in Kontakt zu geraten. Während in der Europäischen Union bereits Tausende gefährliche Chemikalien verboten wurden, hat die US-Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde FDA bisweilen nur etwa 11 Chemikalien verboten. Aufgrund dieser laschen Regulierung werden Konsumenten einer Vielzahl gesundheitsbedenklicher Materialien und Giftstoffe ausgesetzt.

Beispielsweise sind einige der in traditionellen Kosmetika enthaltenen Chemikalien krebserregend. Substanzen wie Formaldehyde kommen in fast allen herkömmlichen Kosmetikprodukten zum Einsatz, da sie Bakterien davon abhalten, sich zwischen den Anwendungen im Produkt zu vermehren. Allerdings werden Formaldehyde mittlerweile mit mehreren Arten chronischer Erkrankungen in Verbindung gebracht. Kosmetikhersteller versuchen, die Kunden zu beruhigen, indem sie behaupten, dass ihre Produkte nur eine sehr geringe, unbedenkliche Menge an Karzinogenen enthalten. Es mag schon stimmen, dass ein einzelnes Produkt nicht genug Karzinogene enthält, um einen Menschen sofort krank zu machen. Doch das lebenslange wiederholte Auftragen von Produkten, die Karzinogene enthalten, könnte negative Folgen haben.

Ein weiterer wachsender Grund zur Sorge in puncto Kosmetika ist die Präsenz von hormondisruptiven Chemikalien. Viele der synthetischen Chemikalien, die in Kosmetikprodukten zum Einsatz kommen, ähneln den Hormonen, die der Körper verwendet, was bei diesem für Verwirrung bzw. Störungen sorgt. Die regelmäßige Anwendung von Kosmetikprodukten, die hormondisruptive Stoffe enthalten, kann womöglich zu einer Verschiebung der natürlichen chemischen Gleichgewichte im Körper führen.

Zu den wichtigsten zu nennenden Giftstoffen, die in vielen Kosmetikprodukten vorkommen, zählen Parabene. Diese zur Konservierung verwendeten Stoffe können problematisch sein, da sie leicht über die Haut aufgenommen werden. Einmal im Körper angelangt, imitieren sie das natürliche Östrogen. Dies kann zu Veränderungen des sonst üblichen Fortpflanzungszyklus führen.

Bei all den zahlreichen gefährlichen Chemikalien in Kosmetika kann die Suche nach Produkten, die ohne diese Giftstoffe auskommen, wie eine überwältigende und einschüchternde Hürde erscheinen. Wie bei Nahrungsmitteln, lassen sich auch bei Kosmetika gefährliche Toxine am einfachsten vermeiden, indem man die Etiketten liest. Wann immer möglich, sollte man sich für Artikel entscheiden, die bekannte, 100 % natürliche Inhaltsstoffe enthalten sowie frei von Parabenen sind, und sich die Zeit nehmen, einem unbekannte Chemikalienbezeichnungen zu recherchieren, um zu prüfen, ob sie schädlich sind. Viele Unternehmen rühmen sich stolz damit, dass ihre Produkte frei von Formaldehyd und Parabenen sind. Wirft man aber einen genaueren Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe, kann es passieren, dass das Produkt stattdessen Phenoxyethanol, Bronopol oder andere Substanzen mit der gleichen toxischen Wirkung enthält.

Tierversuchsfreie Inhaltsstoffe

Eine Vielzahl der größten Kosmetikhersteller verwendet Produkte, die an Tieren getestet wurden. Daher ist es überraschend schwierig, Artikel zu finden, die auf dieses Vorgehen verzichten. Selbst, wenn man bei Prüfung des Etiketts die Angabe „tierversuchsfrei” (auf englischsprachigen Etiketten „cruelty-free”) liest, kann besagtes Produkt trotzdem Materialien enthalten, die an Tieren getestet wurden. In den USA beispielsweise gibt es keine Bundesgesetze, die Tierversuche tatsächlich verbieten. Daher lässt sich nur schwer herausfinden, ob ein Produkt an Tieren getestet wurde oder nicht.

In vielen Fällen steckt hinter der Aufschrift „tierversuchsfrei” die Bedeutung, dass lediglich das Endprodukt nicht an Tieren getestet wurde. Allerdings könnte es sein, dass Unternehmen bei identischen Produkten, die in anderen Ländern verkauft werden, oder bei individuellen Inhaltsstoffen, die in den Produkten enthalten sind, Tierversuche einsetzen. Da sich die Hersteller dessen bewusst sind, dass die meisten Menschen eine negative Haltung gegenüber Tierversuchen haben, wenden sie manchmal irreführende Praktiken an, um zu verschleiern, ob ein Produkt tatsächlich an Tieren getestet wurde.

Entgegen der möglichen Aussagen einiger Kosmetikhersteller gibt es reichlich exzellente Alternativen zu Tierversuchen. Es ist möglich, Produkte zu finden, die für Menschen unbedenklich sind und ohne die Misshandlung von Tieren ausgekommen sind. Allerdings kostet das Testen solcher Produkte tendenziell mehr und viele Unternehmen sind nicht dazu bereit, Einbußen bei ihrem Profit hinzunehmen. Stattdessen finden sie Möglichkeiten, um an Tieren getestete Produkte diskret zu verkaufen.

Hat man sich dazu entschlossen, nur Produkte zu benutzen, die nicht an Tieren getestet wurden, kann es eine Herausforderung sein, die richtigen Produkte zu finden. Am erfolgversprechendsten ist es, sich Marken zu suchen, die für eine gute ethische Einstellung bekannt sind und auf den Einsatz von Tieren im Herstellungsprozess verzichten, und nur noch die Produkte dieser Hersteller zu kaufen. Um herauszufinden, ob ein Produkt Inhaltsstoffe enthält, die an Tieren getestet wurden, kann man als Konsument Websites wie Leaping Bunny konsultieren.

Aggressive Substanzen und Inhaltsstoffe

Bei Kosmetikartikeln gibt es zahlreiche Inhaltsstoffe, die nicht zwangsläufig giftig oder gefährlich sind. Allerdings sind einige ungiftige Produkte auch nicht gerade ideal für die Hautpflege. Alles, was das natürliche Hautgleichgewicht stört, kann für den Anwender Folgen wie Hauttrockenheit, Akne oder Infektionen nach sich ziehen. Historisch betrachtet, haben sich Hautpflegeprodukte darauf konzentriert, zunächst die Haut auf aggressive Weise von jeglichem Talg oder Schmutz zu befreien und sie anschließend mit fettigen Lotionen zu bedecken, um die harschen Seifen zu kompensieren. Nun beginnen Hautpflegeexperten zu begreifen, dass ein schonenderer Ansatz weitaus effektiver ist.

Ein weiterer entscheidender Faktor, den man bei Produkten beachten sollte, ist der pH-Wert. Der natürliche pH-Wert der Haut liegt etwas im sauren Bereich zwischen 4 und 5. Dies hält Bakterien vom Wachstum ab und erhält die Haut gesund. Traditionelle Seifen sind tendenziell stark alkalisch. Auch viele normale Grundierungen, Lotionen und andere Produkte sind leicht alkalisch. Durch den alkalischen Wert dieser Produkte gerät der pH-Wert der Haut durcheinander, wodurch Akne und allerlei andere Infektionen leichtes Spiel haben.

Aggressive Inhaltsstoffe sind nicht nur deshalb problematisch, weil sie den pH-Wert der Haut verändern. Sie neigen auch dazu, die Haut auszutrocknen. Das ist eine schlechte Idee, selbst für Personen, die eine sehr fettige Haut haben. Verwendet man Produkte, die Alkohol oder andere austrocknende Inhaltsstoffe enthalten, versucht die Haut dies zu kompensieren, indem sie mehr Talg bildet. Dies führt wiederum zu mehr Akne und fettiger Haut. Am besten meidet man austrocknende Artikel und pflegt die Haut stattdessen schonend mit feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen. Der wichtigste zu nennende Inhaltsstoff, der austrocknet und zu Problemen führt, ist Alkohol. Man sollte daher nach Produkten Ausschau halten, die alkoholfrei sind.

Es ist auch empfehlenswert, Kosmetikprodukte zu vermeiden, die der Haut physisch schaden, unabhängig von den enthaltenen Inhaltsstoffen. Physische Peelings sorgen vielleicht dafür dass sich das Gesicht weich und glatt anfühlt, aber die enthaltenen peelenden Partikel tragen eine Schicht Haut ab. Dies verursacht im Gesicht letzten Endes Schäden auf einem zellulären Level. Ein weiteres Produkt, das physisch schädlich ist, ist Haarentfernungswachs. Produkte, die Härchen aus der Haut reißen, können auch die Haut um die Poren herum schädigen. Jede Art physischen Schadens ist schlecht, da sie die Haut anfällig für Infektionen macht.

Statt zu aggressiven Substanzen zu greifen, sollte man versuchen, Kosmetikprodukte zu finden, die voller natürlicher Inhaltsstoffe stecken, die die Haut pflegen und stärken. Nährstoffe wie Vitamin C regen die Produktion von Kollagen an, während Extrakte aus Grünem Tee die Haut beruhigen und Sonnenschäden abwehren. Natürliche Zutaten wie Arganöl, Hamamelis und Hyaluronsäure wirken effektiv, ohne übermäßig aggressive gegenüber der Haut zu sein.

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