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Eine neue Studie beschäftigt sich tiefergehend mit Resveratrol und der Gesundheit des Gehirns

Von Dr. med. Eric Madrid

Im Laufe der letzten 30 Jahre hat sich die Anzahl der Menschen mit Demenz weltweit verdoppelt. Es wird davon ausgegangen, dass mit dem zunehmenden Durchschnittsalter der Weltbevölkerung diese Zahl auch weiterhin steigen wird. Entscheidungen darüber, wie wir unser Leben leben, d. h. beispielsweise unsere Ernährung und regelmäßige körperliche Betätigung, spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, das Gehirn gesund zu erhalten und dessen Funktionieren auf optimalem Niveau zu garantieren. 

Die meisten haben bereits gehört, dass Rotwein gut für die eigene Gesundheit, insbesondere der des Gehirns, sein kann. Doch warum ist das so? Laut der Forschung enthält er eine lebenserhaltende Verbindung namens Resveratrol.

Eine Studie aus dem Jahr 2015 zeigt, dass Resveratrol möglicherweise in der Lage ist, anormale Zellen zu zerstören sowie Gefäßkrankheiten vorzubeugen, und dazu beiträgt, Störungen des Gehirns wie Demenz zu vermeiden. 

Hinweis: Es ist wichtig anzumerken, dass mehr als ein moderater Alkoholkonsum u. U. schädlich für die persönliche Gesundheit und das Gehirn ist. Aus diesem Grund sollte man erwägen, Resveratrol anhand nicht-alkoholischer Ressourcen zu sich zu nehmen).

Was ist Resveratrol? 

Resveratrol ist ein Phytonährstoff, eine natürlich vorkommende, pflanzliche Verbindung, die in Rotwein, Trauben, Beeren und Nüssen zu finden ist. Seine antioxidativen Eigenschaften schützen die Gehirnzellen und andere Zellbestandteile vor oxidativen Schäden. 

Die Vorteile, die Resveratrol für das Herz besitzt, basieren zu einem Großteil auf seiner Fähigkeit, LDL-Cholesterin (das schlechte) zu reduzieren und Distickstoffoxid zu erzeugen − eine Chemikalie, die dazu beiträgt, die Blutzirkulation durch die Arterien des Körpers effizienter zu gestalten. Diese Wirkung kann auch helfen, den Blutfluss zum Gehirn zu verbessern, was die in der nachstehend angeführten Studie festgestellten Vorteile erklären könnte.

Nahrungsquellen, die Resveratrol enthalten

Eine Studie betrachtet Resveratrol und die gesundheitlichen Vorteilen fürs Gehirn

Eine 2020 in Nutrients erschienene Untersuchung untersuchte 129 postmenopausale Frauen im Alter von 45 bis 85 Jahren. Die Frauen wurden willkürlich in zwei identische Gruppen aufgeteilt. 66 erhielten ein Scheinmedikament, das sie zweimal am Tag einnehmen mussten, während die verbleibenden 63 Frauen 75 mg of Resveratrol zur zweimaligen täglichen Einnahme bekamen. Die Studie lief über einen Zeitraum von 12 Monaten. Die Forscher untersuchten die Wirkung von Resveratrol auf die Wahrnehmung sowie auf den Blutfluss zum Gehirn, Blutdruck, Cholesterinspiegel und Blutzucker. 

Nach Durchführung einer abschließenden Analyse kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass die regelmäßige Einnahme von Resveratrol die kognitive Gehirnfunktion bei postmenopausalen Frauen verbessern kann und den Rückgang kognitiver Fähigkeiten von Frauen während des Alterungsprozesses möglicherweise verlangsamt. Forschern fiel insbesondere eine Verbesserung der Verarbeitungsgeschwindigkeit des Gehirns, der kognitiven Flexibilität und der kognitiven Gesamtleistung auf. Auch die Geschwindigkeit des Blutflusses (BFV) zum Gehirn wurde verbessert. 

Ferner stellten sie eine kleine Verbesserung des Blutzuckerspiegels fest, aber keine Änderungen bei anderen metabolischen Markern. 

Diese vielversprechenden Ergebnisse lassen vermuten, dass der regelmäßige Konsum von Resveratrol-reichen Nahrungsmitteln und eventuell Resveratrol-Ergänzungsmittel selbst sich positiv auf das alternde Gehirn auswirken und die Leistung sowie Funktion des Gehirns optimieren können.

Erfahren Sie mehr über Resveratrol und lesen Sie dazu meinen vorherigen Artikel.

Empfohlene Dosis: 75 bis 250 mg ein- oder zweimal pro Tag.

Quellen:

  1. Kilic Eren M, Kilincli A, Eren Ö. Resveratrol Induced Premature Senescence Is Associated with DNA Damage Mediated SIRT1 and SIRT2 Down-Regulation. Hofmann TG, ed. PLoS ONE. 2015;10(4):e0124837. doi:10.1371/journal.pone.0124837. 
  2. Chen CK and Pace-Asciak CR (1996) Vasorelaxing activity of resveratrol and quercetin in isolated rat aorta. Gen Pharmacol 27: 363-366.
  3. Mukherjee S, Dudley JI, Das DK. Dose-Dependency of Resveratrol in Providing Health Benefits. Dose-Response. 2010;8(4):478-500. doi:10.2203/dose-response.09-015.Mukherjee.
  4. Thaung Zaw JJ, Howe PRC, Wong RHX. Sustained Cerebrovascular and Cognitive Benefits of Resveratrol in Postmenopausal Women. Nutrients. 2020;12(3):828. Published 2020 Mar 20. doi:10.3390/nu12030828

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