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Wellness

7 Wege zum natürlichen Hormonausgleich

20 Januar 2020

von Venus Ramos, MD

In diesem Artikel:


Ihr Körper ist ein komplexes Netzwerk aus Drüsen, Organen und Prozessen, die über chemische Boten miteinander kommunizieren, die als Hormone bekannt sind. Dieses Hormonnetzwerk bildet Ihr Endokrinsystem.

Als Hauptregulierer Ihres Körpers steuert das Endokrinsystem Körperfunktionen wie Stimmung, Schlaf, Appetit , Stoffwechsel, Herzfrequenz, sexuelle Funktion, Fortpflanzungszyklen, Stresslevel, Körpertemperatur sowie Ihr Wachstum und Ihre Entwicklung.

Wenn das System aus dem Gleichgewicht gerät, können Sie unter einer Vielzahl von Symptomen leiden, je nach Ihrem Geschlecht und dem betroffenen Hormon. Mögliche Anzeichen und Symptome beinhalten:

  • Erschöpfung
  • Appetitveränderungen
  • Gewichtszunahme oder Gewichtsverlust
  • Schlafprobleme
  • Veränderungen der Haut
  • Haarausfall
  • Osteoporose
  • Bedrückte Stimmung
  • Empfindlichkeit gegenüber Kälte oder Hitze
  • Veränderter Geschlechtstrieb
  • Flüssigkeitsansammlung
  • Harnwegsinfektionen
  • PMS (prämenstruelles Syndrom)
  • Veränderungen bei Blutdruck oder Herzfrequenz
  • Stimmungsstörungen einschließlich Angst und Depression

Auch wenn verschreibungspflichtige Medikamente Abhilfe bei den Symptomem schaffen, ist es auch eine gute Idee zu lernen, wie Sie Ihre Hormone auf natürliche Weise ausgleichen können. Wenn Sie sich um die Ursache Ihres Problems kümmern, können Sie eine richtige Lösung finden, anstatt Ihre Symptome nur zu maskieren.

Warum tritt hormonelles Ungleichgewicht auf?

Es gibt viele Gründe, wieso das Endokrinsystem einer Person aus dem Gleichgewicht geraten kann. Zwar können Krankheitszustände die Hormondrüsen und Organe beeinflussen, Ihre Umgebung und Angewohnheiten können aber ebenfalls zur Entstehung eines hormonellen Ungleichgewichts beitragen.

Ursachen für hormonelles Ungleichgewicht können die folgenden Dinge umfassen:

  • Schlechte Ernährung
  • Magersucht
  • Übergewicht
  • Infektion
  • Starke Allergie
  • Chronischer Stress
  • Verletzung einer Drüse oder eines Organs
  • Kontakt mit Giftstoffen (z. B. BPA, Phthalate, Pestizide)
  • Medikamente (z. B. Antibabypille, anabole Steroide)

Natürliche Strategien zum Hormonausgleich

Es gibt mehrere Strategien, die Sie befolgen können, um Ihr hormonelles Ungleichgewicht natürlich auszugleichen, damit Sie sich um die Ursache des Problems kümmern können:

1. Reduzieren Sie Ihren Konsum von Zucker und allen Nahrungsmitteln, auf die Sie empfindlich reagieren.

Wenn Zucker vorhanden ist, bleiben Ihre Insulinwerte erhöht. Insulin ist ein starkes Hormon, das fünf andere Hormone aus dem Gleichgewicht bringen kann – Kortisol, Glucagon, das Wachstumshormon, Adrenalin und Noradrenalin. 

Wenn Ihre Insulinwerte zu oft und zu lange erhöht sind, könnten die Zellen Ihres Körpers überwältigt werden und nicht mehr auf das Signal von Insulin reagieren, Zucker (Glukose) aus dem Blut aufzunehmen. Wenn Ihr Körper diese Insulinresistenz entwickelt, könnte dies letztendlich zum Beginn von Diabetes führen.

Nahrungsmittelempfindlichkeiten können zu hormonellen Ungleichgewicht beitragen, indem Entzündungen verstärkt werden, was Hormone wie Kortisol beeinflussen kann. Sie sollten also mit Ihrem Arzt zusammenarbeiten, um Ihre Nahrungsmittelempfindlichkeiten mit einer Eliminationsdiät oder einem Nahrungsmittelallergie-Bluttest festzustellen. Häufige Nahrungsmittelempfindlichkeiten sind unter anderem Gluten und Milchprodukte.

2. Ernähren Sie sich gesund.

Da Entzündungen das Hormongleichgewicht stören können, sollten Sie eine entzündungshemmende Ernährung einführen, die sowohl rohe Nüsse und Samen als auch frisches Obst und Gemüse enthält.

Fettiger Fisch wie Lachs oder Makrelen bieten eine gute Dosis Fett in Form von Omega-3-Fettsäuren. Omega-3-Fettsäuren sind entzündungshemmend und wichtig für die Herstellung bestimmter Hormone. Wenn Sie nicht genügend Omega-3-Fettsäuren aus Fisch beziehen können, sollten Sie in Betracht ziehen, ein qualitatives Fischöl-Ergänzungsmittel einzunehmen.

Diese Fische sind außerdem gute Quellen für Cholesterin, was zur Synthese von Sexualhormonen wie Östrogen und Testosteron benötigt wird. Cholesterin wird außerdem zur Produktion von Vitamin D benötigt.

Vermeiden Sie Fisch, Fleisch, Geflügel und Milchprodukte, die Hormone, Steroide oder Antibiotika enthalten. Machen Sie einen Bogen um Nahrungsmittel wie verarbeitete Sojaprodukte, angereichertes Weißmehl, künstliche Süßstoffe und verarbeitetes Gemüseöl, die das normale Hormongleichgewicht stören können. 

3. Verarbeiten Sie Stress richtig.

Chronischer Stress kann ein starker Faktor bei der Entstehung eines hormonellen Ungleichgewichts sein. Die Nebennieren können überstrapaziert werden, wenn sie andauernd Kortisol ausschütten, um auf Stress zu reagieren. Diese Stresshormone signalisieren dem Blutzuckerwert, anzusteigen, dem Blutdruck, sich zu erhöhen und der Verdauung, langsamer zu werden. Stimmung und Schlaf können ebenfalls beeinflusst werden. Mit der Zeit können erhöhte Stresshormonwerte zu Diabetes, Herzerkrankungen, Depression und Autoimmunstörungen führen.

Bauen Sie stressabbauende Angewohnheiten in Ihren Lebensstil ein. Yoga,Meditation und Übungen zur tiefen Atmung sind Möglichkeiten, um Ihrem Körper Zeit zur Ruhe und dazu zu geben, sich an die Ansprüche des Lebens anzupassen.

In manchen Fällen kann ein pflanzliches Ergänzungsmittel ein weiser Zusatz zu einem Stressverarbeitungsplan sein. Adaptogene sind pflanzliche Substanzen, die die Nebennieren unterstützen könnten, indem Sie dem Körper bei der Stressbewältigung helfen. Adaptogene arbeiten, um Ihren Körper dabei zu helfen, wieder normal zu funktionieren. Wenn ein Hormon also unzureichend oder im Überschuss vorhanden ist, wirkt ein adaptogenes Ergänzungsmittel in entgegengesetzter Richtung, um das hormonelle Gleichgewicht wiederherzustellen.

Maca ist ein adaptogenes Ergänzungsmittel, das Sie verwenden könnten, um die Funktion des Hypothalamus und der Hirnanhangdrüse zu verstärken. Diese sind als „Leitdrüsen“ des Körpers bekannt, da Sie die Funktionen von vielen anderen Drüsen im Endokrinsystem kontrollieren.

4. Achten Sie auf Giftstoffe.

In der heutigen Welt sind Chemikalien, die giftig sein können, weit verbreitet. Sie können in der Luft, die Sie atmen, dem Essen, das Sie zu sich nehmen, dem Wasser, das Sie trinken und den Produkten, die Sie auf Ihre Haut auftragen, enthalten sein. Viele dieser Giftstoffe werden als endokrine Disruptoren bezeichnet, da Sie die normalen hormonellen Prozesse beeinflussen können. Einige häufige endokrine Disruptoren und Möglichkeiten, diese zu vermeiden, sind hier aufgelistet:

  • Blei: Werden Sie alte, beschädigte Farbe an Ihren Wänden los. Bauen Sie einen hochqualitativen Wasserfilter für Ihr Trinkwasser und Ihr Bad/Ihre Dusche ein. 
  • Phthalate: Vermeiden Sie Produkte zur Körperpflege die „Aroma“ als Inhaltsstoff auflisten, da dies oft bedeutet, dass sie Phthalate enthalten.
  • Organophosphat-Pestizide: Sehen Sie sich die Liste „Dreckiges Duzend“ der Environmental Working Group (EWG) an. Jedes Jahr listet die EWG die Pestizidverschmutzung von beliebtem Obst und Gemüse auf. Entscheiden Sie sich für Bio-Versionen der Produkte auf dieser Liste.
  • Bisphenol A (BPA) und BPA-Ersatzstoffe: Verwenden Sie kein Plastik, um Ihre Nahrungsmittel oder Getränke zu lagern. Meiden Sie Konserven von Unternehmen, die nicht angeben, dass Ihre Konservendosen frei von BPA und seinen Ersatzstoffen sind.
  • Perflourierte Chemikalien (PFC): Vermeiden Sie Kochgeschirr mit Antihaftbeschichtung sowie flecken- und wasserfeste Beschichtungen auf Ihrem Teppich, Ihrer Kleidung oder Ihren Möbeln.

Es kann schwierig sein, allen Giftstoffen aus dem Weg zu gehen, also ist es wichtig, die Entgiftungsmethoden des Körpers zu stärken. Steigern Sie Ihre Schwitzfunktion durch Bewegung oder Sauna-Therapie. Bewegung kann außerdem die Zirkulation Ihrer Lymphgefäße verbessern, die Gifte zur Neutralisierung und Eliminierung abtragen.

5. Schlafen Sie genug.

Weniger als die optimale Schlafmenge kann eine große Rolle bei der Entstehung eines hormonellen Ungleichgewichts spielen. Eine Schlafstörung kann viele Hormonspiegel beeinflussen, enschließlich Kortisol und dem Appetithormon Ghrelin. Peilen Sie jede Nacht mindestens 7,5 Stunden Schlaf an.

Sollten Sie Probleme beim Einschlafen haben, sind hier ein paar Vorschläge, die Abhilfe schaffen könnten:

  • Schalten Sie elektrische Geräte ein paar Stunden vor dem Schlafengehen ab.
  • Verbringen Sie am Tag mindestens 30 Minuten draußen im Tageslicht. Das breite Spektrum des Tageslichtes kann Ihre Serotoninwerte fördern, damit Ihre Melatoninwerte für guten Schlaf ausreichend sind.
  • Halten Sie sich nach Sonnenuntergang so viel wie möglich von künstlichem Licht fern.
  • Trinken Sie den Tag über genügend Wasser, hören Sie aber 2 Stunden vor dem Zubettgehen mit dem Trinken auf. Dies kann dabei helfen, zu reduzieren, wie oft Sie aufwachen, um zur Toilette zu gehen.
  • Ziehen Sie die vorübergehende Verwendung eines natürlichen Ergänzungsmittel in Betracht, das Ihnen beim Einschlafen hilft. Die Auswahlmöglichkeiten beinhalten GABA (Gamma-Aminobuttersäure) und Melatonin. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, um die beste Möglichkeit für Ihre Situation zu wählen.

6. Vermeiden Sie Koffein.

Aufputschmittel wie Koffein können eine übermäßige Produktion von Nebennieren-Hormonen bewirken. Dies ist besonders störend, wenn andere Hormonstressfaktoren wie Giftstoffe, Schwangerschaft, chronischer Stress oder unzureichende Einnahme von Omega-3-Fettsäuren vorliegen.

7. Bleiben Sie informiert.

Konsultieren Sie einen Arzt, der sich sowohl mit Methoden der konventionellen Medizin als auch mit natürlichen Methoden zum Hormonausgleich auskennt. Ihr Arzt kann Bluttests anordnen, um Ihre Hormonwerte festzustellen. Sprechen Sie vor dem Beginn einer Behandlung (Medikamente, bioidentische Hormone, Ergänzungsmittel oder selbst Änderungen in Ihrem Lebensstil) über mögliche Nebenwirkungen. Es ist wichtig zu wissen, wie alles, was Sie tun oder einnehmen, mit existierenden Zuständen oder Medikamenten interagieren könnte. 

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