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Wellness

Mariendistelextrakt und Entgiftung

11 September 2017

Wirkkraft des Mariendistelextrakts

Die Liste der Pflanzen, die eine positive Wirkung auf die Leberfunktion ausüben, ist lang. Jedoch wurde die umfassendste Forschung mit Extrakten der Mariendistel (Silybum marianum), in denen Silymarin konzentriert wurde, betrieben. Diese Flavonoidverbindungen üben eine enorme Wirkung auf die Leber aus, indem sie sie vor Schäden schützen und den Entgiftungsprozess beschleunigen.

Mariendistelextrakt vermag nicht nur, die Leber vor Schäden zu schützen, sondern sorgt zudem für die Bildung neuer, gesunder Leberzellen, die die alten, beschädigten Zellen ersetzen. Dabei hilft Mariendistel nicht nur der Leber. Forschungen zeigten, dass Mariendistel darüber hinaus zur Wiederherstellung und Regenerierung von Nierenzellen beiträgt, wobei der Zellerneuerungsprozess um 25-30 % beschleunigt wird.

Mariendistelextrakt zur Förderung der Entgiftung

Eine der wichtigsten Arten, auf die Mariendistelextrakt den Entgiftungsprozess beschleunigt, ist die Vorbeugung vor einem Abbau von Glutathion. Das Niveau dieser wertvollen Verbindung innerhalb der Leber steht in enger Relation mit ihrer Fähigkeit zur Entgiftung. Je höher der Glutathiongehalt, desto besser ist die Fähigkeit der Leber, schädliche Chemikalien aus dem Körper zu befördern. Wenn wir normalerweise Chemikalien ausgesetzt werden, die die Leber schädigen, wie etwa Alkohol, ist die Konzentration von Glutathion in der Leber beträchtlich reduziert. Diese Verringerung des Glutathionniveaus macht die Leberzelle anfällig für Schäden. Mariendistelextrakt wirkt nicht nur dem von Alkohol oder anderen giftigen Chemikalien verursachten Glutathionabbau entgegen, sondern hat sich auch als hilfreiches Mittel zur Erhöhung des Glutathionniveaus um bis zu 35 % bewährt. Da die Entgiftungsfähigkeit der Leber sehr vom Glutathiongehalt in der Leber abhängig ist, scheinen die Ergebnisse dieser Studie darauf hinzudeuten, dass Mariendistelextrakt den Entgiftungsprozess um bis zu 35 % steigern kann.

Verbesserung der Wirkkraft von Mariendistelextrakt

Das beste Verfahren zur Gewinnung von Mariendistelextrakt ist die Phytosome®-Technologie zur Bindung von Silybin, dem wichtigsten Bestandteil von Silymarin, zu Phosphatidylcholin. Diese Fettsubstanz wird aus Sonnenblumenöl gewonnen und zählt zu den wichtigsten Bestandteilen unserer Zellmembranen im gesamten Körper. Somit funktionieren diese beiden Komponenten von Siliphos® auf synergistische Weise, um  Leberzellen zu schützen und zu reparieren. Forschungsergebnissen zufolge ist Siliphos® erfolgreicher bei der Umsetzung dieses Ziels als gewöhnlicher Mariendistelextrakt, da er besser aufgenommen wird und von der zusätzlichen Wirkkraft von Phosphatidylcholin profitiert.

Die verbesserte Aufnahme von Siliphos® wurde im Rahmen verschiedener Studien an Menschen und Tieren bewiesen, wobei es mit einer gleich großen Menge an Silybin in gewöhnlichen Mariendistelextrakten verglichen wurde. In einer Studie wurde die Ausscheidung von Silybin in der Galle bei Patienten bewertet, die sich einer Gallenblasenentfernung aufgrund von Gallensteinen unterzogen hatten.  Um die erforderlichen Gallenproben zu erhalten, wurde eine spezielle Ablasskanüle (T-Kanüle) verwendet. Patienten wurde entweder eine Einzeldosis Siliphos® oder eine Einzeldosis Silymarin aus Milchdistelextrakt oral verabreicht. Die in der Galle innerhalb von 48 Stunden zusätzlich angereicherte Menge an Silybin betrug 11 % in der Siliphos®- und 3 % in der Silymarin-Gruppe.

Zu den bedeutendsten Ergebnissen dieser Studie zählt der Nachweis, dass Silybin das Lösungsvermögen der Galle verbessert. Da Leber und Galle bei der Verabreichung eines in Phosphatidycholoin gebundenen Silybins mehr Silybin zugeführt wird, stellt diese die ideale Form zur Unterstützung der Lebergesundheit bei Personen mit einem schwachen Lösungsvermögen wie etwa bei Gallensteinen oder Fettansammlungen in der Leber – zweier Arten von Beschwerden, die auf ein verringertes Lösungsvermögen der Galle zurückzuführen sind – dar.

Im Rahmen einer anderen Studie zur Bewertung der Aufnahme von Siliphos® wurden die Silybinwerte im Plasma bestimmt, nachdem 9 gesunden Probanden jeweils Siliphos®-Einzeldosen bzw. eine vergleichbare Menge Silybin aus Mariendistelextrakt verabreicht wurde. Die Autoren schlussfolgerten, dass Siliphos® etwa 7 Mal besser aufgenommen wird als Mariendistelextrakt, der auf einen Silymaringehalt von 70-80 % standardisiert wurde.

Bessere Aufnahme bedeutet bessere Ergebnisse

Verschiedene klinische Studien an Menschen haben zudem gezeigt, dass Siliphos® signifikantere Verbesserungen der Leberfunktion erzielt, als gewöhnliche Silymarinextrakte. Eine Studie an 232 Patienten mit chronischer Hepatitis (verursacht durch Viren, Alkohol oder Drogen), die in einem Zeitraum von 120 Tagen entweder zwei- oder dreimal täglich eine Dosis von 120 mg erhielten, ergab, dass sich bei Patienten, die mit Siliphos® behandelt wurden, die Leberwerte schneller normalisierten, als bei Patienten, die einen handelsüblichen, auf 70 % standardisierten Mariendistelextrakt erhielten. 117 Patienten blieben entweder unbehandelt oder erhielten ein Placebo.

In einer weiteren Studie, die in erster Linie zur Beurteilung der Dosis-Wirkung-Beziehung von Siliphos® entwickelt wurde, wurden erneut Ergebnisse erzielt, die um einiges besser waren als die, die bei der Behandlung mit Milchdistelextrakt mit 70-80 % Silymarin erzielt wurden. Im Rahmen der Studie erhielten Patienten mit chronischer Hepatitis, die entweder durch Viren oder durch Alkohol verursacht wurde, über einen Zeitraum von zwei Wochen verschiedene Dosen Siliphos®: 20 Patienten erhielten zweimal täglich 80 mg, 20 Patienten erhielten zweimal täglich 120 mg und 20 Patienten erhielten dreimal täglich 120 mg. Bei allen getesteten Dosen bewirkte Siliphos® einen bemerkenswerten statistisch signifikanten Rückgang der Leberfunktionswerte wie etwa dem Bilirubin- oder Leberenzymniveau (z. B. ALT, GGTP etc.). Diese Ergebnisse zeigen, dass selbst die kurzfristige Einnahme von Siliphos® die Leberwerte verbessern kann.

Abschließende Bemerkungen

Die Ausleitung schädlicher Substanzen stellt einen kontinuierlichen Prozess im Körper dar. Die Fähigkeit zur Entgiftung und Ausleitung von Giftstoffen ist maßgeblich bestimmend für den menschlichen Gesundheitszustand. Eine Vielzahl von Giftstoffen (Schwermetalle, Lösungsmittel, Pestizide, mikrobielle Toxine usw.) verursacht bekanntlich schwerwiegende gesundheitliche Probleme. Mariendistelextrakt mit standardisiertem Silymaringehalt (normalerweise zwischen 70 und 80 %) kann die Fähigkeit der Leber zur Ausleitung schädlicher Verbindungen sowie ihre allgemeine Funktion verbessern. Jedoch hat sich Siliphos® als noch effektiver für diesen Zweck bewährt. Zur Unterstützung der allgemeinen Leberfunktion sowie zur Entgiftung wird die Einnahme von 100-120 mg Siliphos® empfohlen. Es sind weder Nebenwirkungen noch maßgebliche unerwünschte Wechselwirkungen bei der Einnahme von Siliphos® aufgetreten.

Quellenangaben:

  1. Kidd P, Head K. A review of the bioavailability and clinical efficacy of milk thistle phytosome: a silybin-phosphatidylcholine complex (Siliphos). Altern Med Rev. 2005 Sep;10(3):193-203.
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  3. Schandalik R, Perucca E. Pharmacokinetics of silybin following oral administration of silipide in patients with extrahepatic biliary obstruction. Drugs Exp Clin Res 1994;20:37-42. 

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  8. Buzzelli G, Moscarella S, Giusti A, et al. A pilot study on the liver protective effect of silybin- phosphatidylcholine complex (IdB1016) in chronic active hepatitis. Int J Clin Pharmacol er Toxicol 1993;31:456-460.
  9. Flaig TW, Gustafson DL, Su LJ, et al. A phase I and pharmacokinetic study of silybin-phytosome in prostate cancer patients. Invest New Drugs 2007;25:139-146.

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