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5-Minuten-Enführung: Die Vorteile von Quercetin für die Gesundheit und das Immunsystem

Von Dr. Michael Murray, Heilpraktiker

In diesem Artikel:


‌‌Was ist Quercetin? 

Quercetin wurde in letzter Zeit viel Aufmerksamkeit geschenkt, was auf wissenschaftliche Studien in bezüglich seiner Wirkung auf das Immunsystem zurückzuführen ist. Insbesondere aufgrund seiner Förderung stärkerer Immunität der Atemwege und seine Rolle in der Verstärkung einiger antiviraler Effekte von Zink

Quercetin ist ein Flavonoid. Bei Flavonoiden handelt es sich um eine Gruppe von Pflanzenpigmenten, die zum Großteil für die Farbe von vielen Früchten und Blumen verantwortlich sind. Flavonoide sind außerdem verantwortlich für die gesundheitlichen Vorteile vieler Nahrungsmittel, Kräuter und Gewürze. Es ist zum Beispiel bekannt, dass die positive Wirkung von Beeren, Zartbitter-Schokolade und dem Großteil pflanzlicher Extrakte (zum Beispiel von GinkgoTraubenkernenKiefernrindeMilchdistel usw.) in direkter Verbindung zu ihrem Flavonoidgehalt steht. 

‌‌4 gesundheitliche Vorteile von Quercetin

Flavonoide haben eine unglaubliche Fähigkeit dazu, die Reaktion des Körpers auf umweltbedingte oder biologische Herausforderungen zu stärken. Quercetin ist in experimentellen Studien durchgehend das aktivste Flavonoid, was es zur besten Wahl macht, wenn der Körper sich zunehmenden Herausforderungen stellen muss. 

1. Quercetin könnte beim Schutz unserer Zellen helfen 

Quercetin kann als „An-Schalter“ fungieren, um positive Wirkungen in den Zellen auszulösen, wie zum Beispiel die Förderung der Zellreparatur. Gleichzeitig kann es aber auch als „Aus-Schalter“ fungieren und den Zellen dabei helfen, sich vor Schäden oder Infektionen zu schätzen. 

2. Quercetin könnte starke antioxidative Eigenschaften haben 

Quercetin hat eine starke antioxidative Wirkung und stärkt das antioxidative Enzymsystem des Körpers, um ihn in Zeiten biologischen Stresses (Aktivierung des Immunsystems, Entzündungen und Allergien) zu unterstützen. 

3. Quercetin könnte dabei helfen, Entzündungen zu lindern. 

Quercetin hemmt sowohl die Herstellung als auch die Freisetzung von Verbindungen, die als Entzündungsmediatoren bekannt sind und den Versuch des Körpers, Entzündungen im Gleichgewicht zu halten, verstärken.

4. Quercetin könnte dabei helfen, das Immunsystem zu stärken

Quercetin hat eine besondere Wirkung auf die Gesundheit des Immunsystems und könnte es in den Atemwegen stärken. Tatsächlich wird Quercetin aufgrund seiner Wirkung auf die Funktion des Immunsystems und seiner Fähigkeit dazu, die intrazellularen ionischen Zinkwerte zu erhöhen, viel Aufmerksamkeit geschenkt. Zink hemmt in seinem freien ionischen Zustand ein Enzym namens Replikase, welches von Viren verwendet wird, um sich innerhalb von menschlichen Zellen zu vermehren. Quercetin ermöglicht den Transfer von ionischem Zink in die Zellen über Kanäle, die als Ionophore bekannt sind. 

‌‌‌Klinische Studien über Quercetin, die sportliche Leistung und das Immunsystem

Eine der am häufigsten wissenschaftlich untersuchten Anwendungen von Quercetin ist die Förderung optimaler sportlicher Leistung. 

Quercetin hat in mehr als zwölf klinischen Studien unter Beweis gestellt, dass es eine geringfügig steigernde Wirkung auf die sportliche Leistung hat. In einer Studie an elf männlichen Elite-Radfahrern verbesserte Quercetin nach 6 Wochen der Ergänzung (1.000 mg am Tag) die benötigte Zeit für 30 km zum Beispiel um 3,1 %.1 Bei Elitesportlern kann diese geringfügige Verbesserung maßgeblich sein. 

Eine weitere Studie an Radfahrern führte zu einem überraschenden Ergebnis. In dieser Studie wurden 40 trainierten Radfahrern vor, während und 2 Wochen nach einer dreitägigen Periode, in der die Testpersonen 3 Stunden täglich mit ca. 57 % maximaler Auslastung fuhren, Quercetin (1.000 mg pro Tag) oder ein Placebo verabreicht. Quercetin verbesserte nicht nur die körperliche Leistung, sondern die Ergebnisse zeigten auch etwas anderes. 

In den 14 Tagen nach der dreitägigen Phase extremer Bewegung entwickelte nur einer der 20 Radfahrer der Quercetin-Gruppe Symptome der Verstopfung der oberen Atemwege und andere Symptome, während in der Placebogruppe 9 von 20 Testpersonen Symptome in den oberen Atemwegen entwickelten.2 

Diese Resultate waren nicht sehr überraschend. Quercetin übt mehrere positive Einflüsse auf die Funktion der weißen Blutkörperchen aus und schützt die Atemwege geringfügig gegen Viren. Es kann weißen Blutkörperchen dabei helfen, in Bereiche zu gelangen, in denen sie benötigt werden und ihre Fähigkeit zur Zerstörung fremder Moleküle stärken. Quercetin hat in Zellkulturen gezeigt, dass es die Infektionsanfälligkeit menschlicher Zellen für mehrere unterschiedliche Virenarten reduzierte und die Vermehrungsrate von Viren auf verschiedene Arten senken konnte.3

Diese überraschende Entdeckung führte zu einer Folgestudie an 1.002 Erwachsenen im Alter von 18 bis 85 Jahren.4 Ziel dieser Studie war es, den Einfluss zweier verschiedener  Quercetin-Dosierungen (jeweils 500 und 1.000 mg am Tag) auf Symptome einer Erkältung oder einer Infektion der oberen Atemwege mit einem Placebo zu vergleichen. 

Die Testpersonen nahmen das Ergänzungsmittel 12 Wochen lang ein und dokumentierten täglich, ob Symptome einer Infektion der oberen Atemwege vorlagen. Es wurde keine wesentliche Wirkung festgestellt, aber bei Betrachung der Unterschiede wurde festgestellt, dass die Einnahme von 1.000 mg Quercetin am Tag bei körperlich fitten Testpersonen ab 40 Jahren im Vergleich zur Placebogruppe eine Reduzierung von Atemweg-Symptomen um 36 % und von Krankheitstagen um 31 % bewirkte. 

Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass eine Quercetin-Dosierung von 1.000 mg am Tag eine mäßige Wirkung zur Stärkung des Immunsystems haben könnte. Es ist möglich, dass höhere Dosierungen oder die Verwendung von bioverfügbareren Quercetinpräparaten nötig sein könnten, um diese Wirkung auch in anderen Gruppen zu zeigen.

‌‌‌‌Quercetin, Zink und Synergie mit Vitamin C

Obwohl Quercetin eine mäßige direkte Wirkung zum Schutz vor viralen Infektionen hat, liegt seine hauptsächliche Wirkung darin, als Ionophor zu fungieren und den Transport von freiem, ungebundenen Zink in die Zellen zu unterstützen. 

In seinem freien, ionischen Zustand kann Zink die Vermehrung vieler Viren hemmen. Viele Viren fügen bei der Infizierung einer Zelle einen Teil ihres genetischen Codes sowie ein Enzym namens Replikase in die Zelle ein, was es dem Virus ermöglicht, sich zu vermehren. Zink kann das Replikase-Enzym blockieren und somit die Vermehrung und Verbreitung des Virus unterbinden. Dies ist einer der Gründe, warum Zink bei Erkältungen oft empfohlen wird.

Damit Zink diese Wirkung auf Virus-Replikase ausüben kann, benötigt es jedoch einen offenen „Ionophor“ – einen besonderen Zellmembrankanal, der es einem Ion ermöglicht, in die Zelle einzudringen. Quercetin kann für Zink als Ionophor fungieren und die Werte ionischen Zinks in den Zellen erhöhen sowie die Zellen vor der Vermehrung der Viren zu schützen. Diese Wirkung von Quercetin könnte die geringere Anzahl an Infektionen der oberen Atemwege erklären, die in den oben genannten Studien dokumentiert wurden.5 

Ein weiterer Quercetin-Partner ist Vitamin C. Wenn Vitamin C und Quercetin in Reagenzglasstudien vermischt werden, arbeiten ihre das Immunsytem verbessernden und antiviralen Wirkungen synergistisch zusammen, um bessere Ergebnisse zu erzielen, als bei alleiniger Anwendung.6 

Vitamin C ist außerdem dazu in der Lage, aktives Quercetin im Körper zu regenerieren. Wenn ein Antioxidans ihre Funktion erfüllt und ein freies Radikal neutralisiert, geht es in einen inaktiven Zustand über. Vitamin C ist jedoch dazu in der Lage, Quercetin wieder in seine aktive Form zurückzuversetzen. Daher ist es sehr wichtig, dass durch die Ernährung und Ergänzung ausreichend Vitamin C aufgenommen wird. 

Man sollte nicht nur regelmäßig Nahrungsmittel mit viel Vitamin C (Obst, wie Beeren, Zitrusfrüchte und Mangos bzw. grünes Blattgemüse, Brokkoli, Paprika usw.) zu sich nehmen, sondern es wird auch empfohlen, zusätzlich mit Vitamin C zu ergänzen – mindestens 60 mg am Tag, 250 mg für optimale Unterstützung. 

‌‌Die Frage der Quercetin-Absorption

In Absorptionsstudien an Menschen wurde Quercetin nur schlecht aufgenommen und die Absorption war von Person zu Person unterschiedlich. 

Eine innovative Lösung für das Problem der schlechten Quercetin-Absorption beinhaltet die Mischung in einer LipoMicel Matrix™. Diese neuartige Technologie verwendet einen einzigartigen Prozess, der die Absorption von Quercetin im Vergleich zu einem herkömmlichen Quercetinpulver um das bis zu zehnfache verstärkt.

Was ist ein Liposom? 

Bei Liposomen handelt es sich um Zellen mit zwei Fettmolekül-Schichten, die einen inneren Bereich schützen, der wiederum aus Wasser und wasserlöslichen, aktiven Bestandteilen besteht. Die wasserlöslichen Bestandteile – wie zum Beispiel&nsbp;Vitamin C – werden durch die liposomale Struktur im inneren Bereich geschützt. 

Da Quercetin nicht wasserlöslich ist, gibt es keine Quercetin-Liposome. Dies macht Quercetin allerdings zum perfekten Kanditaten zur Verwendung der Technologie, durch die eine LipoMicel Matrix™ erzeugt wird. 

Was ist eine Mizelle? 

Mizellen unterscheiden sich durch Liposome insofern, dass Sie im Vergleich zu Liposomen „umgekrempelt“ sind. Um genau zu sein, haben die Fettsubstanzen, die eine Mizelle bilden, einen wasserliebenden (hydrophilen) „Kopf“ auf ihrer äußeren Schicht und einen fettliebenden (lipophilen) „Schwanz“ auf der Innenseite. 

Quercetin in der LipoMicel Matrix™ löst das Problem, dass Quercetin nicht wasserlöslich ist. Da Quercetin lipophob ist, wird es beim Herstellungsprozess der LipoMicel Matrix™ vom Schwanz der Fettmoleküle im Zentrum der Mizelle festgehalten. Die sich bildenden Mizellen sind so klein, dass das Quercetin innerhalb der LipoMicel Matrix™ sich mit Wasser vermischen lässt. Wenn man den Inhalt einer Weichkapsel mit Natural Factors’ Quercetin LipoMicel Matrix™ in ein Glas Wasser gibt, lässt sich dies einfach vermischen. Mizellen werden oft verwendet, um „Nanoemulsionen“ herzustellen. Hierbei handelt es sich um Mixturen von normalerweise nicht mischbaren Formen wie Öl und Wasser – oder in diesem Fall von Quercetin und Wasser.

‌‌‌‌Quercetin: Dosierung

Wie oben beschrieben, wird herkömmliches Quercetin schlecht aufgenommen, da es nicht wasserlöslich ist. Nichtsdestotrotz wurden in klinischen Untersuchungen bei Dosierungen von 1.000 mg am Tag einige Effekte dokumentiert.

Wenn man sich aber die wissenschaftliche Literatur ansieht, könnte eine Quercetin-Form, die besser aufgenommen wird und konsistent höhere Blutwerte bewirkt, bessere Ergebnisse liefern.

Bei Natural Factors’ Quercetin LipoMicel Matrix™ liegt die Dosierung zwischen 250 und 500 mg am Tag. Jede Weichkapsel enthält 250 mg Quercetin in der LipoMicel Matrix™. Vorläufige Daten bezüglich der Absorption deuten bei dieser fortschrittlichen Form eine fünf- bis zehnmal bessere Absorption an, als bei herkömmlichen Quercetin. Dies lässt vermuten, dass jede Kapsel der Quercetin LipoMicel Matrix™ die Bioäquivalenz von 1.250 bis 2.500 mg herkömmlichen Quercetinpulver enthält. Wenn zwei Kapseln täglich eingenommen werden, erhöht sich diese Bioäquivalenz auf 2.500 bis 5.000 mg herkömmliches Quercetin. 

‌‌‌‌Quercetin: Sicherheit und Wechselwirkungen mit Medikamenten

Alle Formen von Quercetin werden von Menschen gut vertragen und in den klinischen Studien wurden keine Nebenwirkungen dokumentiert oder erwartet – selbst bei erhöhten Dosierungen.&nsbp;

Es ist wichtig, anzumerken, dass Quercetin die Aufnahme bestimmter Medikamente – einschließlich Vinblastin, Cyclosporin, Digoxin, Fexofenadin, Iosartan, Nifedipin, Felodipin, Verapamil und Terfenadin – im Darm steigern könnte. Zur Vermeidung von Vergiftungen müssen die Dosierungen dieser Medikamente gesenkt werden. 

Es ist immer wichtig, dass Sie für angemessene Beobachtungen zunächst Ihren Arzt konsultieren, bevor Sie Ihre Ernährung ändern.

Quellen:

  1. MacRae HS, Mefferd KM. Dietary antioxidant supplementation combined with quercetin improves cycling time trial performance. Int J Sport Nutr Exerc Metab. 2006;16(4):405-419.
  2. Li Y, Yao J, Han C, et al. Quercetin, Inflammation and Immunity. Nutrients. 2016;8(3):167.
  3. Nieman DC, Henson DA, Gross SJ, et al. Quercetin reduces illness but not immune perturbations after intensive exercise.  Med Sci Sports Exerc  2007;39;1561–1569.
  4. Heinz SA, Henson DA, Austin MD, et al. Quercetin supplementation and upper respiratory tract infection: a randomized community clinical trial.  Pharmacol Res  2010;62:237–242.
  5. Dabbagh-Bazarbachi H, Clergeaud G, Quesada IM, et al. Zinc ionophore activity of quercetin and epigallocatechin-gallate: from Hepa 1-6 cells to a liposome model. J Agric Food Chem. 2014 Aug 13;62(32):8085-93.
  6. Colunga Biancatelli RML, Berrill M, Catravas JD, Marik PE. Quercetin and Vitamin C: An Experimental, Synergistic Therapy for the Prevention and Treatment of SARS-CoV-2 Related Disease (COVID-19). Front Immunol. 2020;11:1451. 
  7. Riva A, Vitale JA, Belcaro G, et al. Quercetin phytosome® in triathlon athletes: a pilot registry study. Minerva Med. 2018 Aug;109(4):285-289.
  8. Kawai Y. Understanding metabolic conversions and molecular actions of flavonoids in vivo:toward new strategies for effective utilization of natural polyphenols in human health. J Med Invest. 2018;65(3.4):162-165.
 

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