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Warum mehr als 200 Wissenschaftler und Ärzte zu einer erhöhten Versorgung mit Vitamin D für alle auf

Ärzte, Mitarbeiter im Gesundheitswesen und führende medizinische Experten aus aller Welt schlossen sich in einem offenen Brief an die Gesundheitsbehörden zusammen, um die Vorteile von Vitamin D für die Immunabwehr und die allgemeine Gesundheit während der Pandemie mit äußerster Deutlichkeit herauszustellen.1

Dieser Brief folgt der gleichen Argumentation, die der ehemalige US-Gesundheitsminister Dr. Richard H. Carmona am 5. Januar in einem Gastkommentar in Medpage Today vorbrachte, in dem er Ärzte dringend aufforderte, Verantwortung zu übernehmen und bei Entscheidungen, bei denen es um Leben und Tod geht, „nicht abzuwarten, bis ein perfekter Nachweis vorliegt.2 In Anbetracht des Sicherheitsprofils von Vitamin D, der Verbreitung von Vitamin-D-Mangel bei 40 % der US-Bevölkerung,3 und der Tatsache, dass diese Saison wahrscheinlich die bis dato tödlichste Phase der Pandemie sein wird“, drängte Dr. Carmona die Ärzte, „jetzt zu handeln. Vitamin-D-Mangel mit frühzeitiger und entschlossener Supplementierung identifizieren und beseitigen.“  

Der Konsens zwischen Wissenschaftlern und Ärzten, die über die Vorteile und die Sicherheit der Supplementation mit Vitamin D3 aufgeklärt sind, ist klar – eine angemessene Versorgung mit Vitamin D sollte eine unserer höchsten Prioritäten für den öffentlichen Gesundheitsschutz darstellen.1,2,4

Was sagt die Forschung über Vitamin D und die Immunabwehr?

Vitamin D3 hat einen gesundheitlichen Nutzen der über Knochen und Zähne hinausgeht. Insbesondere ist es wichtig für die Immunabwehr, speziell für den Schutz vor viralen Atemwegsinfektionen. Es gibt wissenschaftliche Nachweise darüber, dass ein höherer Vitamin-D3-Blutspiegel, ebenso wie die Supplementierung mit Vitamin D3, mit einer Verringerung der Fälle von durch Viren ausgelöste Atemwegsinfektionen in Zusammenhang steht.5-7

In einer detaillierten Untersuchung in einer der weltweit angesehensten Quellen, dem British Medical Journal, haben Wissenschaftler die Ergebnisse aus 25 randomisierten kontrollierten Studien mit insgesamt 11,321 Teilnehmern, deren Alter vom Kindesalter bis Mitte 90 reichte, bewertet. Die Ergebnisse zeigten, dass die Vitamin-D-Supplementierung bei denen, die ursprünglich niedrige Vitamin-D-Werte hatten, zu einem 70-prozentigen Rückgang der Atemwegsinfektionen führte. Bei denen, die keinen Vitamin-D-Mangel hatten, trat immer noch ein 25-prozentiger Rückgang der Atemwegsinfektionen auf.6

Bei wem besteht das höchste Risiko für einen Vitamin-D-Mangel?

Vitamin-D-Mangel ist womöglich das am weitesten verbreitete Gesundheitsproblem der Welt, da das Vitamin nicht einfach über die Nahrung aufgenommen wird, sondern gebildet werden kann, wenn Sonnenlicht auf die Haut trifft, um eine Verbindung (7-Dehydrocholesterol) in der dem Sonnenlicht ausgesetzten Hautpartie in Vitamin D3 umzuwandeln.

Vitamin-D-Mangel ist weit verbreitet, weil viele von uns die meiste Zeit in Gebäuden verbringen oder uns, wenn wir im Freien sind, mit Kleidung verhüllen oder Sonnenschutzmittel nutzen. Das Leben an höheren Breitengraden (geringere Sonnenexposition), Alterung (ältere Haut reagiert weniger auf Sonnenlicht), dunklere Haut (Melanin verringert die Auswirkungen von ultravioletter Strahlung auf die Haut), Fettleibigkeit, Lebererkrankungen und Typ-2-Diabetes – diese Bedingungen verringern die Umwandlung von D3 zu dem aktiveren 25-OH-D3 durch die Leber.

Ein Vitamin-D3-Mangel wird diagnostiziert, wenn man einen geringeren Blutwert als < 20 ng/ml von 25-OH-D3 hat. Angemessene Vitamin-D-Blutwerte sind jedoch die, die über 30 ng/ml liegen, und optimale Blutwerte sollen zwischen 50 und 80 ng/ml liegen.

Tabelle 1 - Beunruhigende Statistiken über den Vitamin-D3-Mangel in den Vereinigten Staaten

70 % der Bevölkerung haben unzureichende Vitamin-D-Werte (Blutwerte unter 30 ng/ml)

50 % der Bevölkerung haben Vitamin-D-Mangel (Blutwerte unter 25 ng/ml)

60 % aller Krankenhauspatienten weisen einen Vitamin-D-Mangel auf

76 % der schwangeren Mütter haben einen schweren Vitamin-D-Mangel

80 % der Pflegeheimbewohner haben unzureichende Vitamin-D-Werte

Warum hat das jetzt diese Dringlichkeit?

Aktuelle Studien haben gezeigt, dass ein Zusammenhang zwischen erhöhten Sterberaten aufgrund viraler Atemwegserkrankungen und niedrigen Vitamin-D3-Werten besteht. Eine Studie ermittelte, dass die Sterberate aufgrund viraler Atemwegserkrankungen bei beinahe 100 % lag, wenn die Vitamin-D-Werte 19 ng/ml unterschritten, mit Werten von 34 ng/ml lag die Sterberate jedoch bei 0 %.8 In einer anderen Studie hatten Patienten, die mit Blutwerten von weniger als 20 ng/ml Vitamin D in einem Krankenhaus in Belgien eingeliefert wurden eine um das 3,7-fache erhöhte Chance an einer viralen Atemwegserkrankung zu sterben.9 

Eine Suche bei ClinicalTrials.gov zeigt, dass derzeit beinahe 40 klinische Studien in aller Welt durchgeführt werden, die Vitamin D3 bei viralen Atemwegserkrankungen untersuchen, währenddessen drängen die Forscher und Experten Regierungen, Mitarbeiter im Gesundheitswesen und Ärzte dazu aufgrund des potentiellen Nutzens und des Fehlens schädlicher Nebenwirkungen bei einer Vitamin-D3-Supplementation, Vitamin D endlich für alle zu empfehlen.

Fazit

Personen mit niedrigen Vitamin-D3-Werten sollten jetzt sofort mit Vitamin D3 supplementieren, es steht einfach zu viel dabei auf dem Spiel, um es nicht zu tun. Die 200 Experten, die auf eine ausgedehnte Supplementierung drängen, empfehlen das Folgende:

  • Testen der Blutwerte von 25-OH-D3, um den Status und die Dosierung für die Supplementierung bestmöglich zu bestimmen.
  • Erwachsene, die derzeit kein Vitamin D3 einnehmen oder deren Blutwerte von 25-OH-D3 unter 30 ng/ml liegen, sollten für 2-3 Wochen 10.000 IU (250 mcg) täglich einnehmen.
  • Nach dieser Aufladedosierung sollten Erwachsene mit einer Dosis von 4000 IU (100 mcg) täglich supplementieren. Diese Dosierung wird allgemein als sicher angesehen.9
  • Erwachsene, deren Risiko für einen Mangel aufgrund von Übergewicht, dunkler Haut oder dem Leben in einem Pflegeheim erhöht ist, benötigen eventuell eine höhere tägliche Aufnahme von 8,000 IU. Tests bieten die beste Möglichkeit, um die Dosierung zu bestimmen.

Quellenangaben: 

  1. https://vitamindforall.org/letter.html
  2. https://www.medpagetoday.com/infectiousdisease/covid19/90530
  3. https://vitamindforall.org/Carmona_letter_preamble.pdf
  4. Parva NR, Tadepalli S, Singh P, et al. Prevalence of Vitamin D Deficiency and Associated Risk Factors in the US Population (2011-2012). Cureus. 2018 Jun 5;10(6):e2741.
  5. Pham H, Rahman A, Majidi A, Waterhouse M, Neale RE. Acute Respiratory Tract Infection and 25-Hydroxyvitamin D Concentration: A Systematic Review and Meta-Analysis. Int J Environ Res Public Health. 2019;16(17):3020. Publicado em 21 de Ago de 2019. doi:10.3390/ijerph16173020
  6. Martineau Adrian R, Jolliffe David A, Hooper Richard L, Greenberg Lauren, Aloia John F, Bergman Peter et al. Vitamin D supplementation to prevent acute respiratory tract infections: systematic review and meta-analysis of individual participant data BMJ 2017; 356 :i6583
  7. Ginde AA, Blatchford P, Breese K, et al. High-Dose Monthly Vitamin D for Prevention of Acute Respiratory Infection in Older Long-Term Care Residents: A Randomized Clinical Trial. J Am Geriatr Soc. 2017;65(3):496-503. doi:10.1111/jgs.14679
  8. https://emerginnova.com/patterns-of-covid19-mortality-and-vitamin-d-an-indonesian-study/
  9. De Smet D, De Smet K, Herroelen P, Gryspeerdt S, Martens GA. Serum 25(OH)D Level on Hospital Admission Associated With COVID-19 Stage and Mortality. Am J Clin Pathol. 2021 Feb 11;155(3):381-388.
 

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