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Ernährung

Grünes Blattgemüse und Gewichtsverlust

26 April 2017

Die meisten Amerikaner sind zu wohlgenährt, aber leiden an einem Nährstoffmangel. Es ist durchaus möglich, dass einer der zu Übergewicht beitragenden Faktoren tatsächlich ein Mangel an zahlreichen Phytonährstoffen ist, die der Körper zur Gesunderhaltung benötigt. Unser Körper verfügt möglicherweise über einen internen Mechanismus, der registriert, wenn ein Mangel an elementaren Nährstoffen besteht, die der menschliche Körper seit jeher über pflanzliche Nahrungsmittel abdeckt. Als dieser Schalter in grauer Vorzeit umgelegt wurde, brachte er uns einfach dazu, mehr Nahrung zu sammeln, und zwar vornehmlich mehr pflanzliche Nahrungsmittel. Heutzutage bewirkt dieses Signal schlichtweg den schnellen Gang zum Kühlschrank, zur Speisekammer oder ins Fast-Food-Restaurant.

Eine neue Studie aus Schweden weist auf die Möglichkeit hin, dass Gewichtsverlust sich ganz banal durch eine Steigerung der Zufuhr an grünem Blattgemüse erzielen lässt. Grünes Blattgemüse enthält unter anderem sogenannte Thylakoide, die bei Menschen Sättigungssignale hervorrufen, um die Nahrungsaufnahme zu regulieren, Gewichtszunahme zu verhindern und Gewichtsverlust zu fördern.

Hintergrundinformationen:

Klinische Humanstudien zeigten einen stärkeren Gewichtsverlust bei hoher Zufuhr pflanzlicher Kost im Rahmen einer kalorienreduzierten, gesunden Ernährung mit oder ohne Verhaltenstherapie. Natürlich ist es wichtig, welche Nahrungsmittel als Gemüse gelten. Kartoffelchips und Pommes beispielsweise zählen offensichtlich nicht als Gemüse.

Es wurden verschiedene Mechanismen vorgeschlagen, wobei eine geringere Kalorienzufuhr und gesteigertes Sättigungsgefühl am plausibelsten scheinen. Allerdings spielt auch die phytochemische Zusammensetzung eine wichtige Rolle, da viele pflanzliche Bestandteile sich nachweislich günstig auf Enzyme, appetitregulierende Stoffe, Insulinsensibilität und Hormone, die bei der Gewichtsregulierung eine Rolle spielen, auswirken. Desweiteren ist es oft hilfreich, durch den Verzehr von mehr Gemüse ein gesündereres Ernährungsmuster zu entwickeln.

Neue Erkenntnisse:

Um die Auswirkungen des Verzehrs von grünem Blattgemüse bei der Reduzierung des subjektiven Hungergefühls und der Förderung des Sättigungsgefühls zu untersuchen, wurden 38 Frauen in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe nahm über 12 Wochen hinweg einmal täglich vor dem Frühstück einen Spinatextrakt (5 g) ein, die andere ein Placebo.  Alle Teilnehmerinnen sollten sich strikt an einen aus drei Mahlzeiten bestehenden Ernährungsplan halten, ohne zwischen den Mahlzeiten etwas zu essen, und ihre körperliche Aktivität steigern. Alle drei Wochen wurde das Körpergewicht analysiert, ebenso der Blutzuckerspiegel und verschiedene Blutfettwerte.

In der Studie wurden am 1. und am 90. Tag, jeweils nachdem die Teilnehmerinnern ein vorgegebenes Frühstück einnahmen, auch die Blutwerte für Glucose, Insulin und das Hormon Glucagon-like Peptide 1 (GLP-1) bestimmt.  Die Forscher erfassten auch zum jeweiligen Zeitpunkt subjektive Bewertungen für Hungergefühl, Sättigungsgefühl und Verlangen nach bestimmten wohlschmeckenden Nahrungsmitteln.

Die Ergebnisse zeigten, dass Teilnehmerinnen, die Spinatextrakt erhielten, signifikant mehr Körpergewicht verloren als jene, die das Placebo erhielten (p < 0,01). Der mittlere Gewichtsverlust bei Spinatextrakt betrug 5,0 kg im Vergleich zu 3,5 kg bei der Kontrollgruppe. Der Verzehr von Spinatextrakt reduzierte auch den Gesamtcholesterinspiegel und den LDL-Cholesterinspiegel (im Vergleich zur Kontrollgruppe). Es wurde außerdem am 1. und am 90. Tag gezeigt, dass der Spinatextrakt die Ausschüttung von GLP-1 nach der Mahlzeit steigerte und das Verlangen nach Süßigkeiten und Schokolade hemmte, was bei der Kontrollgruppe nicht der Fall war.

Diese Ergebnisse sprechen klar für den Nutzen einer erhöhten Zufuhr von Thylakoiden beim Abnehmen.

Kommentar:

Auch wenn Thylakoide in dieser Studie über Spinatextrakt zugeführt wurden, hätte der Verzehr von mehr grünem Blattgemüse (auch als Smoothie) denselben Effekt. Zusätzlich führen sowohl Molkenprotein als auch die revolutionäre Ballaststoffmatrix PGX nachweislich zu einer signifikant erhöhten Ausschüttung von GLP-1. Studien mit einer synthetischen, injizierbaren Form von GLP-1 zeigten einen deutlichen Gewichtsverlust, da es bei den meisten Menschen ein Sättigungsgefühl hervorruft, was zu einer reduzierten Nahrungsaufnahme führt. Diese Substanzen scheinen ebenso wie Thylakoide, Molkenprotein und PGX denselben Effekt auf natürliche Weise zu erzeugen.

Quelle:

  1. Montelius C, Erlandsson D, Vitija E, et al. Body weight loss, reduced urge for palatable food and increased release of GLP-1 through daily supplementation with green-plant membranes for three months in overweight women. Appetite. 2014 Oct;81:295-304.

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